Soweit es die vorhandenen Unterlagen hergeben, können für die Zeit von 1832
bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs im Jahr 1939 insgesamt 54 Prinzen bzw.
Prinzenpaare gezählt werden. Eine - leider nicht namentlich bekannte - Prinzessin
wurde erstmals anno 1901 an der Seite von Prinz Johann erwähnt;
danach ist bis in's Jahr 1935 fast ausschließlich die Rede von Prinzen,
wobei es in Weis in den Jahren 1925, 1927, 1928 und 1930
sogar je 2 Prinzen gab (die ,Köhweger" hatten damals nämlich einen eigenen Prinz!).
Prinzessinen muss es ab ca. 1910 relativ regelmäßig gegeben haben; sie wurden
jedoch erst ab 1935 in den Unterlagen mit benannt.
Erstmals für dieses Jubiläumsheft sind bei der Auflistung der Tollitäten
die Prinzessinen ebenfalls aufgeführt. Am Gelingen einer schönen Kampagne haben
sie schließlich maßgeblichen Anteil!Man bedenke nur einmal die Tatsache,
dass Prinzessinen und weibliches Gefolge sich von jeher eigene Kleider nähen
lassen mussten, während die Herren nur in fertige Anzüge
(früher von Theatern etc. geliehen, ab 1968/69 im KG-Besitz vorhanden)
zu ,,schlüpfen" brauchen (na ja, gelegentlich spackt's ein wenig,
dann helfen Schneiderkünste mit einem entsprechenden ,,Spedel" nach ...).
Aber abgesehen von den Kleidern: in sicherlich mehr als einem Fall waren es die Frauen,
die ihren Gemahl von der Notwendigkeit, Prinzenpaar zu werden, letztlich erst überzeugt haben!

Die Geschwister Theo & Maria Hünermann fungierten 1948 als erste Nachkriegstollitäten.
Ab 1950 - also mit der Einführung des gemeinsamen Fastnachtszugs von Heimbach und Weis -
werden die Prinzenpaare im Wechsel von beiden KG's gestellt;
gerade Jahre = Weis, ungerade Jahre = Heimbach). Die Ausnahme von der Regel bildete
das Jahr 1992, als Claus & Beate Keil wegen der im Vorjahr durch den Golfkrieg abgesagten
Fassenacht im Amt blieben.
So kommen wir von 1948 bis heute auf die absolut lückenlose Reihe von insgesamt
60 närrischen Regentenpaaren!